Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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==Allgemeine Informationen==
 
==Allgemeine Informationen==
  
Der Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft wird seit Oktober 2017 von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Leipzig aufgebaut. Der FID BBI richtet sich an alle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der beteiligten sowie angrenzenden Disziplinen und adressiert ebenso Berufspraktiker des Bibliotheks- und Informationswesens.
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Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel koordiniert seit Oktober 2017 den Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Rahmen des DFG-geförderten Programms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“. Die Entwicklung des Nachweisportals erfolgt in enger Kooperation mit der Universitätsbibliothek Leipzig. Der FID BBI richtet sich an alle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der beteiligten sowie angrenzenden Disziplinen und adressiert ebenso Berufspraktiker des Bibliotheks- und Informationswesens.
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Der FID Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft folgt dem bis 2015 geführten Sondersammelgebiet Bibliotheks-, Buch- und Informationswissenschaften. Dieses Sondersammelgebiet wurde 1949 an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen eingerichtet und orientierte sich an der Erforschung der Geschichte und Gegenwart des Buches, auf die Bereiche Dokumentation und Information sowie die aktuellen Entwicklungen um den Medienwandel des 20. und 21. Jahrhunderts. 2008 wurde der SSG von der Bayerischen Staatsbibliothek übernommen und eine virtuelle Fachbibliothek für die Bibliotheks-, Buch- und Informationswissenschaften geschaffen. Die Einstellung des SSG erfolgte 2015 infolge der Umstellung Sondersammelgebietssystems auf das Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“.
  
Der FID Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft folgt dem bis 2015 geführten Sondersammelgebiet Bibliotheks-, Buch- und Informationswissenschaften. Dieses Sondersammelgebiet wurde 1949 an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen eingerichtet und orientierte sich an der Erforschung der Geschichte und Gegenwart des Buches, der Bibliotheken und der Archive im 19. Jahrhundert in Deutschland. In den 1960ern erfolgte eine Erweiterung des Sammelauftrags auf die Bereiche Dokumentation und Information. Bis zur Einstellung des SSG wurde auch aktuellen Entwicklungen um den Medienwandel des 20. und 21. Jahrhunderts Rechnung getragen. Ab Anfang 2008 bis zur Einstellung des Sondersammelgebiets 2015 übernahm die Bayerische Staatsbibliothek diese Aufgabe.
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2017 erhielten die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und die UB Leipzig den Auftrag zum Aufbau des Fachinformationsdienstes. In der ersten Förderphase konnte das zentrale Nachweisportal entwickelt und online geschaltet werden. Seitdem können Forschende hier Spezialliteratur zu den FID-Fächern recherchieren und den Zugang zu zahlreichen Volltexten erhalten. Das Portal wird stetig um neue Inhalte und Funktionen erweitert.
  
Im Rahmen des Sondersammelgebiets wurde mit b2i eine virtuelle Fachbibliothek für die Bibliotheks-, Buch- und Informationswissenschaften entwickelt und 2006/07 produktiv geschaltet. Mit dem Umzug des Sondersammelgebiets an die BSB erfolgte im Mai 2009 ein Relaunch des Portals.  
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Die Ausrichtung des FID BBI und die Entwicklung neuer Angebote und Dienstleistungen werden von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet. Dieser gewährleistet die bedarfsorientierte Informations- und Literaturversorgung, betreibt kontinuierliche Qualitätssicherung und berät bei der Entwicklung von Dienstleistungen und weiteren Angeboten.
  
Nach der Umstellung des Sondersammelgebietssystems auf das Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ wurde der Gemeinschaftsantrag der HAB Wolfenbüttel und der UB Leipzig zum Aufbau des FID BBI bewilligt.
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==Welche Themen und Fachgebiete werden abgedeckt?==
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Das Erwerbungsprofil umfasst u.a. folgende Themenbereiche:
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* '''Buchwissenschaft:''' Buchforschung unter Einschluss medientheoretischer Aspekte / Buchgeschichte, Buchhandels- und Verlagsgeschichte, Leseforschung, Schriftgeschichte und Typographie, Inkunabelkunde
  
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* '''Bibliothekswissenschaft:''' Archiv-, Bibliotheks- und Dokumentationsgeschichte und –politik, Bibliothek/Archiv und Gesellschaft, Digitale Bibliotheken, Informationskompetenz und Informations(kompetenz)vermittlung, Klassifikation, Langzeitarchivierung, Nutzungsforschung, Lizenzierung, Wissenschaftliches Publizieren, bibliothekarische Sammlungen
  
==Welche Themen und Fachgebiete werden abgedeckt?==
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* '''Informationswissenschaft:''' automatische Indexierung, Bibliometrie und Szientometrie, Digitale Bibliothek, Information Behaviour, Information Retrieval, Künstliche Intelligenz, Ontologien, Publikationssysteme, Semantic Web
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Besonderes Augenmerk liegt auf interdisziplinärer und internationaler Forschungsliteratur. Auch Digital Humanities, historische Hilfs- und Grundwissenschaften sowie Restaurierungswissenschaften werden berücksichtigt, sofern sie einen direkten Bezug zu den BBI-Disziplinen aufweisen.
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In Abstimmung mit der buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Fachcommunity wird das Erwerbungsprofil stetig justiert und an aktuelle Forschungsbedarfe angepasst.
  
Im Rahmen des FIDs ist geplant, ein zentrales Nachweisportal für Literatur und Ressourcen der Kernfächer des FIDs aufzubauen, das den spezialisierten Informationsbedarf der Disziplinen Buchwissenschaft, Bibliothekswissenschaft und Informationswissenschaft deckt. Darüber hinaus sollen Nachweise aus den Grenzbereichen Digital Humanities, historische Hilfs- und Grundwissenschaften (insbes. Paläographie, Kodikologie und Inkunabelkunde) sowie Restaurierungswissenschaften erfasst werden, sofern sie einen direkten Bezug zu den BBI-Disziplinen haben.
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==Welche Medien werden berücksichtigt?==
  
Besonderes Augenmerk soll auf interdisziplinäre und internationale Forschungsliteratur gelegt werden. Das Erwerbungsprofil wird in Abstimmung mit der buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Fachcommunity weiter geschärft werden.
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Der FID lizenziert fachspezifische Datenbanken und E-Books, die den Forschenden über das Portal zugänglich sind. Die für den FID erworbenen Printpublikationen können über die Fernleihe bezogen werden.  
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Darüber hinaus werden bibliographische Angaben aus anderen Datenquellen in das Suchportal integriert. FID-spezifische Datenbanken werden vollständig übernommen, allgemeine Kataloge anhand von Klassifikationen auf die für den FID relevanten Themen gefiltert. Die aktuelle Liste der Datenquellen ist [https://katalog.fid-bbi.de/Search/Sources hier] einsehbar.
  
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Der FID steht Anschaffungsvorschlägen aus der Forschung offen gegenüber. Hierfür senden Sie bitte eine Mail an: fid@hab.de.
  
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<!--==Medien finden und nutzen: Informationsdienste==-->
 
<!--==Medien finden und nutzen: Informationsdienste==-->
<!--==FID-Lizenzen==
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==FID-Lizenzen==
Der FID eröffnet für den Forschungsspitzenbedarf spezifische standortunabhängige Zugriffsmöglichkeiten auf kostenpflichtige digitale Ressourcen. Nähere Informationen zu den verfügbaren elektronischen Medien, dem Kreis der Zugangsberechtigten und den Nutzungsbedingungen finden Sie auf der Website des Kompetenzzentrums für Lizenzierung.-->
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==Weitere Dienste und Projekte==
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Forschende können – nach Einzelregistrierung – auf verschiedene sonst kostenpflichtige digitale Ressourcen zugreifen. Nähere Informationen zum Kreis der Zugangsberechtigten und den Nutzungsbedingungen finden Sie [https://katalog.fid-bbi.de/fid/user/terms hier].
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Der FID Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen zu Dienstleistungen, Projekten und lizenzierten Inhalten werden zeitnah ergänzt.
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Der FID Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft befindet sich im Aufbau. Weitere Informationen zu Dienstleistungen, Projekten und lizenzierten Inhalten werden zeitnah ergänzt.-->
  
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==Kooperationen==
  
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Die Entwicklung des Suchportals erfolgt in Zusammenarbeit mit der [https://finc.info/de/ finc-Gemeinschaft], einer Vereinigung von Bibliotheken, die sich die konsequente Verwendung von Open Source-Lösungen und die eigenständige Beherrschung von Software, Metadaten und Informationsinfrastruktur und zum Ziel gesetzt hat.
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Darüber hinaus kooperiert der FID durch Erwerbungsabsprachen mit verschiedenen Regional- und Fach-FIDs.
  
  

Aktuelle Version vom 13. November 2020, 10:15 Uhr

Allgemeine Informationen

Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel koordiniert seit Oktober 2017 den Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft im Rahmen des DFG-geförderten Programms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“. Die Entwicklung des Nachweisportals erfolgt in enger Kooperation mit der Universitätsbibliothek Leipzig. Der FID BBI richtet sich an alle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der beteiligten sowie angrenzenden Disziplinen und adressiert ebenso Berufspraktiker des Bibliotheks- und Informationswesens.

Der FID Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft folgt dem bis 2015 geführten Sondersammelgebiet Bibliotheks-, Buch- und Informationswissenschaften. Dieses Sondersammelgebiet wurde 1949 an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen eingerichtet und orientierte sich an der Erforschung der Geschichte und Gegenwart des Buches, auf die Bereiche Dokumentation und Information sowie die aktuellen Entwicklungen um den Medienwandel des 20. und 21. Jahrhunderts. 2008 wurde der SSG von der Bayerischen Staatsbibliothek übernommen und eine virtuelle Fachbibliothek für die Bibliotheks-, Buch- und Informationswissenschaften geschaffen. Die Einstellung des SSG erfolgte 2015 infolge der Umstellung Sondersammelgebietssystems auf das Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“.

2017 erhielten die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und die UB Leipzig den Auftrag zum Aufbau des Fachinformationsdienstes. In der ersten Förderphase konnte das zentrale Nachweisportal entwickelt und online geschaltet werden. Seitdem können Forschende hier Spezialliteratur zu den FID-Fächern recherchieren und den Zugang zu zahlreichen Volltexten erhalten. Das Portal wird stetig um neue Inhalte und Funktionen erweitert.

Die Ausrichtung des FID BBI und die Entwicklung neuer Angebote und Dienstleistungen werden von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet. Dieser gewährleistet die bedarfsorientierte Informations- und Literaturversorgung, betreibt kontinuierliche Qualitätssicherung und berät bei der Entwicklung von Dienstleistungen und weiteren Angeboten.

Welche Themen und Fachgebiete werden abgedeckt?

Das Erwerbungsprofil umfasst u.a. folgende Themenbereiche:

  • Buchwissenschaft: Buchforschung unter Einschluss medientheoretischer Aspekte / Buchgeschichte, Buchhandels- und Verlagsgeschichte, Leseforschung, Schriftgeschichte und Typographie, Inkunabelkunde
  • Bibliothekswissenschaft: Archiv-, Bibliotheks- und Dokumentationsgeschichte und –politik, Bibliothek/Archiv und Gesellschaft, Digitale Bibliotheken, Informationskompetenz und Informations(kompetenz)vermittlung, Klassifikation, Langzeitarchivierung, Nutzungsforschung, Lizenzierung, Wissenschaftliches Publizieren, bibliothekarische Sammlungen
  • Informationswissenschaft: automatische Indexierung, Bibliometrie und Szientometrie, Digitale Bibliothek, Information Behaviour, Information Retrieval, Künstliche Intelligenz, Ontologien, Publikationssysteme, Semantic Web

Besonderes Augenmerk liegt auf interdisziplinärer und internationaler Forschungsliteratur. Auch Digital Humanities, historische Hilfs- und Grundwissenschaften sowie Restaurierungswissenschaften werden berücksichtigt, sofern sie einen direkten Bezug zu den BBI-Disziplinen aufweisen.

In Abstimmung mit der buch-, bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Fachcommunity wird das Erwerbungsprofil stetig justiert und an aktuelle Forschungsbedarfe angepasst.

Welche Medien werden berücksichtigt?

Der FID lizenziert fachspezifische Datenbanken und E-Books, die den Forschenden über das Portal zugänglich sind. Die für den FID erworbenen Printpublikationen können über die Fernleihe bezogen werden. Darüber hinaus werden bibliographische Angaben aus anderen Datenquellen in das Suchportal integriert. FID-spezifische Datenbanken werden vollständig übernommen, allgemeine Kataloge anhand von Klassifikationen auf die für den FID relevanten Themen gefiltert. Die aktuelle Liste der Datenquellen ist hier einsehbar.

Der FID steht Anschaffungsvorschlägen aus der Forschung offen gegenüber. Hierfür senden Sie bitte eine Mail an: fid@hab.de.

FID-Lizenzen

Forschende können – nach Einzelregistrierung – auf verschiedene sonst kostenpflichtige digitale Ressourcen zugreifen. Nähere Informationen zum Kreis der Zugangsberechtigten und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.

Kooperationen

Die Entwicklung des Suchportals erfolgt in Zusammenarbeit mit der finc-Gemeinschaft, einer Vereinigung von Bibliotheken, die sich die konsequente Verwendung von Open Source-Lösungen und die eigenständige Beherrschung von Software, Metadaten und Informationsinfrastruktur und zum Ziel gesetzt hat. Darüber hinaus kooperiert der FID durch Erwerbungsabsprachen mit verschiedenen Regional- und Fach-FIDs.