Südasien (6.24): Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 13. Mai 2009, 10:21 Uhr

Allgemeine Informationen

Mit Entdeckung der indo-europäischen Sprachverwandtschaft Ende des 18. Jahrhunderts erweiterte sich das Fächerspektrum im Bereich der Orientalistik um das Fach Indologie, das sich zunächst hauptsächlich mit der alten Literatur in Sanskrit und Vedisch befasste. Diese philologische Richtung und die Beschäftigung mit der klassisch-brahmanischen Kultur des Norden Indiens blieb bis ins 20. Jahrhundert das bestimmende Forschungsinteresse.

Das Südasien-Institut als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Heidelberg wurde 1962 als interdisziplinäres Zentrum für die Forschung und Lehre über die Region Südasien (Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch, Sri Lanka, Bhutan, Malediven) gegründet und ist in acht gleichberechtigte Abteilungen gegliedert:

  • Klassische Indologie
  • Moderne Indologie
  • Ethnologie
  • Geographie
  • Geschichte Südasiens
  • Politische Wissenschaft Südasiens
  • Wirtschaftswissenschaften (Entwicklungsökonomie)
  • Internationale Wirtschafts- und Entwicklungspolitik


Zu welchen Themen und Fachgebieten wird gesammelt?

Zu diesem Sondersammelgebiet gehören
Folgende Länder werden zum Sondersammelgebiet Südasien gerechnet:

  • Indien
  • Pakistan
  • Nepal
  • Bhutan
  • Bangladesch
  • Sri Lanka
  • Malediven
  • Tibet (vor allem Sprache, Literatur, Religion, Volkskunde; Geschichte vor 1950)

Zu folgenden Fächern wird Literatur aus und über diese Länder angeboten:

  • Sprache und Literatur
    • Alt- und Mittelindische Sprachen: Vedisch, Sanskrit, Pali, Prakrit
    • Neuindoarische Sprachen: Bengali, Gujarati, Hindi, Marathi, Nepali, Oriya, Singhalesisch, Urdu u.v.m.
    • Drawidische Sprachen: Kannada, Malayalam, Tamil, Telugu; drawidische Stammessprachen
    • Tibetische Sprachen: Tibetisch, Dzongkha, Manipuri, Bodo, Garo
  • Geschichte
    • Archäologie, Vor- und Frühgeschichte
    • Geschichte einschließlich Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • Politik und Verwaltung
    • Politikwissenschaft, Verfassung, Verwaltung
    • Veröffentlichungen über Parteien, Gewerkschaften und ähnliche Verbände
    • Publikationen der Zentralparlamente
  • Länder- und Völkerkunde
    • Anthropogeographie, Volkskunde, Völkerkunde, Landeskunde
  • Kunst
    • Bildende Kunst, Musik, Theater, Tanz
  • Erziehungs- und Hochschulwesen
    • Erziehungswissenschaften
    • Wissenschaftliche Einrichtungen
  • Informations-, Buch- und Bibliothekswesen, Medienwissenschaften
    • Informations-, Buch- und Bibliothekswesen
    • Medienwissenschaften
    • Publizistik
    • Film, Rundfunk und Fernsehen
  • Religion und Philosophie
    • in Südasien entstandene Religionen: Buddhismus (in seinen südasiatischen Bezügen sowie Buddhismus in Europa und Nordamerika und Buddhismus allgemein), Hinduismus, Jainismus, Sikhismus und Stammesreligionen
    • außerhalb der Region entstandene Religionen nur in Beziehung zur Region: Islam, Christentum, 'Jugendreligionen' wenn Südasienbezug
    • Die folgenden Fächer werden vom regionalen SSG 6.24 nur insoweit abgedeckt, als ein Bezug zu einheimischen Traditionen hergestellt wird, z.B. zur Volksmedizin, Ayurveda. * Sonst erhalten Sie Literatur zu diesen Fächern in den entsprechenden fachlichen Sondersammelgebieten:
    • Landbau
    • Mathematik
    • Medizin
    • Naturwissenschaften
    • Psychologie
    • Recht
    • Technik
    • Wirtschaft


Zu anderen Sammelschwerpunkten gehören

  • Tibet ab 1950 als autonome Region der VR China: siehe SSG 6.25 Ost- und Südostasien (Aber Sprache, Literatur, Religion und Volkskunde Tibets, die in ihren Bezügen untrennbar mit der älteren Geschichte Tibets verbunden sind, gehören zum Sondersammelgebiet Südasien.)
  • Hinduismus in Südostasien (nur dort erschienene Publikationen): siehe SSG 6.25 Ost- und Südostasien
  • Buddhismus in Ost- und Südostasien: siehe SSG 6.25 Ost- und Südostasien
  • Islam: siehe SSG 6.23 Vorderer Orient einschl. Nordafrika
  • Christentum: siehe SSG 1 Theologie
  • Allgemeine und vergleichende Religionswissenschaft (SSG 0)


Welche Literatur wird gesammelt?

Beschafft wird gemäß den DFG-Richtlinien so umfassend wie möglich spezielle ausländische Literatur. Ergänzend dazu werden die deutschen Publikationen in Eigenleistung von der Bibliothek erworben. Neben Büchern und Zeitschriften werden auch digitale Online-Medien sowie weitere Informationsträger wie Mikroformen und CD-ROMs gekauft. Letztere werden jedoch nur mit besonderer Antragstellung durch die DFG unter der Voraussetzung finanziert, dass sie online nicht verfügbar sind.

Ausführliche Informationen zu den Erwerbungsgrundsätzen finden Sie im Abschnitt DFG-Richtlinien.

Für das SSG gelten insbesondere folgende Einschränkungen:

  • Publikationen zu den ehemaligen Kolonien gehören zum SSG nur dann, wenn sie dessen Beziehungen zur Kolonie darstellen oder die Kolonialverwaltung behandeln.
  • Literarische Texte werden als Quellenwerke erworben. Bei Trivialliteratur ist eine Beschränkung auf einige Beispiele vorgesehen, was auch für Kinder- und Jugendliteratur u.a. Literaturgruppen gilt.
  • Rein juristische Abhandlungen und Publikationen sind Gegenstand des SSGs Rechtswissenschaft (z.B. Verfassung, Verwaltung, Hochschulrecht, etc.)
  • Lehrbücher, Grammatiken, Kompendien und Anthologien werden nur erworben, soweit sie als Quellen für wissenschaftliche Untersuchungen erforderlich sind und Universitätsstandard besitzen.
  • Materialien, die von Parteien, Gewerkschaften und ähnlichen Verbänden selbst herausgeben werden (nicht-konventionelle Publikationen) werden in erster Line von ausgewählten Spezialbibliotheken erworben.
  • Dissertationen aus den USA werden nur gekauft, wenn sie im Fernleihverkehr angefordert werden.
  • Sondersammelgebietsliteratur der Erscheinungsjahre 1800-1950 kann im Rahmen von ergänzenden Maßnahmen gekauft werden, sofern es sich um einschlägige Quellenliteratur handelt und Leihverkehrsbestellungen darauf negativ beschieden worden sind.
  • ausführliche Informationen finden Sie im Abschnitt: DFG-Richtlinien


SSG-Literatur recherchieren & beschaffen...

Savifa - die Virtuelle Fachbibliothek Südasien

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Virtuelle Fachibibliotheken oder Fachportale, die seit Ende der 90er Jahre mit Unterstützung der DFG flächendeckend aufgebaut werden, bieten einen zentralen Einstieg in die fachwissenschaftliche Recherche. Im Mittelpunkt steht dabei die umfassende Versorgung mit allen in Deutschland zugänglichen, fachlich relevanten Informationsquellen. Betrieben werden Sie i.d.R. von SSG-, Zentralen Fach- und einigen Spezialbibliotheken, die in vielen Fällen mit weiteren bedeutsamen Informationsanbietern, Fachgesellschaften oder Forschungseinrichtungen eng zusammenarbeiten.

Savifa - die Virtuelle Fachbibliothek Südasien - bietet Ihnen einen schnellen und umfassenden Zugang zur wissenschaftlichen Recherche im Internet sowie zu einer Vielzahl von Fachinformationen.

Internet: savifa.de



DatenBankInfoSystem (DBIS)

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Neben dem Katalog Ihrer Bibliothek oder dem Katalog mit der SUB Hamburg, in dem die gesamte SSG-Literatur nachgewiesen ist, empfiehlt sich für die Literaturrecherche stets ein Blick in die zahlreichen bibliographischen oder Aufsatzdatenbanken. Welche Datenbanken für Ihr Themengebiet von Interesse ist, erfahren Sie in dem DatenBankInfoSystem (DBIS), dem zentralen Nachweissystem für frei zugängliche und lizenzpflichtige Datenbanken.


Nationallizenzen

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Seit 2004 fördert die DFG den Erwerb von Nationallizenzen, die Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen den kostenlosen Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen und elektronischen Zeitschriften ermöglicht. Um den Dienst nutzen zu können, ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. In dem Nachweisinstrument DBIS (siehe oben) sind die Datenbanken, für die eine Nationallizenz erworben wurde, extra gekennzeichnet, darunter u.a. :


Fernleihe & Lieferdienst

  • Fernleihe über Ihre Bibliothek:
    Bücher, Medien und Zeitschriftenaufsätze aus dem SSG-Bestand (und darüber hinaus) können über Sie über die Online-Fernleih-Service Ihrer Bibliothek bzw. über die Verbundübergreifende Fernleihe, an der inzwischen alle deutschen Bibliotheksverbünde teilnehmen, bestellen. Bitte beachten Sie, dass bei der Verbundübergreifenden Fernleihe die Bestellung von Kopien aus Büchern/Medien sowie die Bestellung von ganzen Zeitschriftenbänden nicht möglich ist. Bitte informieren Sie sich bei Ihrer lokalen Bibliothek über die Bestellmöglichkeiten vor Ort. Die Bereitstellung der Medien sollte i.d.R. innerhalb von 2 bis 3 Wochen erfolgen. Für die Bereitstellung der Literatur wird i.d.R. eine geringe Bearbeitungsgebühr erhoben.
  • Subito - direkter Dokumentschnelllieferdienst:
    subito, in gemeinnütziger, eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, ist ein Dokumentlieferdienst wissenschaftlicher Bibliotheken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unabhängig vom Wohnort können sich alle, die Literatur zu Studienzwecken, für Forschung und Lehre etc. benötigen, direkt oder über eine Bibliothek an subito wenden. Als subito-Bibliothek erstellen wir für Sie Kopien von Aufsätzen aus gedruckten Zeitschriften oder aus Büchern und schicken Ihnen diese direkt zu. Eine Ausleihe von Büchern ist ebenfalls über subito möglich. Die Bearbeitungszeit liegt 1-3 Tagen (für Eil- bzw. Normaldienst), bei Postversand zuzüglich Postlaufzeit. Die Preise sind gestaffelt und abhängig von der Kundengruppe, Bearbeitungszeit und Lieferweg (elektronischer Versand, Post, Fax) ab 6,50 EUR für Zeitschriftenaufsatz-Kopien, ab 9,- EUR für Bücher.
    Bestellungen und weitere Informationen über: www.subito-doc.de


Elektronisches Publizieren: der Dokumentenserver Ihrer SSG-Bibliothek

Seit einigen Jahren bauen die SSG-Bibliotheken mit Unterstützung der DFG fachliche Repositorien, den so genannten Dokumentenserver auf. Dies ist die logische Konsequenz aus dem sich stark verändernden Publikations- und Rezeptionsverhalten der Wissenschaft, die vermehrt ihre wissenschaftlichen Ergebnisse im Internet publiziert. Neben der konventionellen Literatur, die über den Buchhandel zu beziehen ist, hat insbesondere die online publizierte "Graue Literatur" an Bedeutung gewonnen. Um für diese Dokumente die Sichtbarkeit zu erhöhen, eine Zitierfähigkeit zu ermöglichen, die Auffindbarkeit über Suchmaschinen und Nachweisdienste zu verbessern und nicht zuletzt dauerhaft einen freier Zugang zu öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen zu garantieren, speichern die SSG-Bibliotheken eine Kopie der Dokumente auf einem ihrer Server, katalogiersieren sie nach bibliothekarischen Standards und übergeben sie dann der Langzeitarchivierung. Der Dokumentenserver für das SSG Spanien.Portugal befindet sich noch im Aufbau. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Fachreferentin Dr. Eleonore Schmitt.
Ausführliche Informationen zum Thema OpenAccess: http://Open-Access.net