Soziologie

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Allgemeine Informationen

Die USB Köln betreute im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft das Sondersammelgebiet Sozialwissenschaften seit 1950. Sie beschaffte die wissenschaftlich relevante in- und ausländische Literatur in den Sozialwissenschaften möglichst vollständig, erschloss sie und stellte sie im Rahmen des Programms der überregionalen Literaturversorgung im Leihverkehr regional und überregional zur Verfügung.

Aufgrund dieser besonderen Sammelaufträge in Verbindung mit den erhaltenen, bedeutenden, bis ins 19. Jahrhundert reichenden, sozialwissenschaftlichen Sammlungen verfügt die USB über einen großen Bestand an Literatur zu diesen Gebieten.

Seit dem 01. Juli 2016 wird in der Nachfolge des SSG Sozialwissenschaften gemeinsam mit GESIS – dem Leibniz Institut für Sozialwissenschaften – der Fachinformationsdienst Soziologie aufgebaut. Das Projekt wird seitens der DFG zunächst für 3 Jahre gefördert und läuft im Rahmen des Förderprogramms "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft", die Beantragung des Folgeantrags erfolgte im Mai 2018.


Zielsetzung & Einbindung der soziologischen Community

Im Mittelpunkt des FID Soziologie steht die Verbesserung der wissenschaftlichen Informationsversorgung sowie die Förderung der Forschungskommunikation innerhalb der Soziologie. Mittels umfangreicher Vorarbeiten konnten durch Umfragen sowie Expertengesprächen innerhalb der soziologischen Community konkrete Defizite identifiziert werden. Basierend auf diesen Ergebnissen werden gemeinsam mit einer Expertenrunde aus hochkarätigen Soziologinnen und Soziologen die drei zentralen Elemente – Recherchemodul, Kollaborationsportal und Open-Access-Komponente – des FID Soziologie entwickelt.

Der erste Baustein ist eine Portalplattform, die als zentraler Einstiegspunkt für die Informationsversorgung der soziologischen Forschung dient. Die Plattform "SocioHub" steht allen fachlich Interessierten zur Verfügung und bietet für registrierte Nutzerinnen und Nutzer zusätzliche Funktionalitäten – wie z. B. die Erstellung eigener Profile, die über die reine Recherche hinausgehen – an. Innerhalb der Literaturrecherche sind in der Soziologie etablierte Rechercheelemente, u. a. Social Science Open Access Repository (SSOAR) eingebunden und mit einem Dokumentlieferservice angereichert.

Der Fokus liegt somit nicht auf dem Erwerb, sondern auf der Open Access-Bereitstellung fachspezifischer Volltexte – insbesondere auf hochspezielle Literatur zur Ergänzung des lokalen Grundbedarfs. Zielsetzung ist es, einen standortunabhängigen, schnellen und direkten Zugriff auf Literatur und forschungsrelevante Informationen zu ermöglichen.

Als zweiter Baustein wurde ein Kollaborationsportal speziell für die soziologische Fachcommunity aufgebaut, das die fachliche Kommunikation und Vernetzung unterstützt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben darüber hinaus die Möglichkeit ihre Forschungsleistungen abzubilden. Für Forschungs- und Arbeitsgruppen bietet sich die Gelegenheit ihre Zusammenarbeit und Kommunikation effektiver zu gestalten und so gemeinsam an Projekten oder Publikationen zu arbeiten sowie entsprechende Synergien zu nutzen. Zusätzlich lassen sich niederschwellig und nutzerfreundlich eigene Präsenzen für die Außendarstellung von Forschungsgruppen, konkreten Projekten oder Institutionen erstellen.

Der dritte Baustein ist die Verbreitung und Unterstützung des Open Access-Gedankens, der eine umfangreiche und freie Versorgung mit wissenschaftlichen Volltexten für die Soziologie zum Ziel hat. Die enge Verknüpfung von SSOAR mit dem Kollaborationsportal zielt zusammen mit einem umfassenden Beratungsangebot darauf ab, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Zweitveröffentlichung und Selbstarchivierung ihrer Publikationen bestmöglich zu unterstützen. Die finale Bereitstellung dieser Servicekomponente ist für Mitte 2019 geplant.

Die Gestaltung und Umsetzung der FID Angebote erfolgt in enger Abstimmung mit der soziologischen Fachcommunity. Mit Hilfe eines wissenschaftlichen Fachbeirats – bestehend aus Fachvertreterinnen und -vertretern der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) sowie Forschungseinrichtungen der Soziologie – wird entsprechend der Interessen der soziologischen Forschungsgemeinschaft ein maßgeschneidertes Serviceangebot entwickelt.

Die eingebundenen Serviceangebote sowie deren Nutzung bzw. Etablierung werden im weiteren Projektverlauf mittels kontinuierlicher Begleitforschung regelmäßig evaluiert. Dies soll eine nutzerzentrierte Weiterentwicklung sowie die Möglichkeit einer reibungslosen Integration in den Arbeitsalltag der Forscherinnen und Forscher sicherstellen.


Medien finden und Nutzen: Informationsdienste

Mit dem EDS (EBSCO Discovery Service) - Ausschnitt Soziologie steht eine umfassende Metasuchmaschine für Datenbanken und Bibliothekskataloge zur Verfügung. Der Discovery Service schließt dazu eigene und fremde – von einer Bibliothek zur Verfügung gestellte – Daten in einem umfassenden zentralen Suchmaschinenindex zusammen und stellt sie den Nutzerinnen und Nutzern als "One-Stop-Shop" zur Verfügung.

Der Volltextserver SSOAR sammelt und archiviert sozialwissenschaftlich relevante Literatur und macht sie gemäß der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen im Open Access frei zugänglich.

Die bibliographische Datenbank SocINDEX bietet – mit Zeitschriftenaufsätzen aus über 4.000 Fachzeitschriften, zahlreichen Kongressbeiträgen sowie einer Auswahl an Monographien und Dissertationen zur theoretischen und angewandten Soziologie – eine entsprechende Recherchemöglichkeit für die soziologische Community.