FID Gender: Unterschied zwischen den Versionen
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==Allgemeine Informationen== | ==Allgemeine Informationen== | ||
Der Fachinformationsdienst Geschlechterforschung/ Gender Studies (FID Gender) wurde im Juli 2025 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt und wird von folgenden Institutionen und wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen der Geschlechterforschung getragen: | Der Fachinformationsdienst Geschlechterforschung/ Gender Studies (FID Gender) wurde im Juli 2025 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt und wird von folgenden Institutionen und wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen der Geschlechterforschung getragen: | ||
* Margherita-von-Brentano-Zentrum (Freie Universität Berlin) | * [https://www.mvbz.fu-berlin.de/index.html/ Margherita-von-Brentano-Zentrum (MVBZ)] (Freie Universität Berlin) | ||
* Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (Humboldt-Universität zu Berlin) | * [https://www.gender.hu-berlin.de/ Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG)] (Humboldt-Universität zu Berlin) | ||
* Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin | * [https://www.ub.hu-berlin.de/ Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin] | ||
* Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft (CEWS) bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Köln) | * [https://www.gesis.org/cews/ Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft (CEWS)] bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Köln) | ||
* Forschungsdatenzentrum Qualiservice (Universität Bremen) | * [https://www.qualiservice.org/de/ Forschungsdatenzentrum Qualiservice] (Universität Bremen) | ||
* | * In Kooperation mit dem [https://ida-dachverband.de/ Dachverband Lesben- und Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Italien (i.d.a.)] | ||
Da die Geschlechterforschung historisch als interdisziplinäres Forschungsfeld gewachsen ist, steht sie in einem grundlegenden Spannungsverhältnis zu den disziplinär organisierten Strukturen des wissenschaftlichen Bibliothekswesens und der Forschungsinfrastrukturen. Der FID Gender wurde ins Leben gerufen, um die daraus resultierende Lücke in der Informationsversorgung zu adressieren. Sein primäres Ziel besteht darin, eine zentrale Forschungsinfrastruktur zu etablieren, die den spezifischen Anforderungen des inter- und transdisziplinären Feldes der Geschlechterforschung/ Gender Studies gerecht wird. | Da die Geschlechterforschung historisch als interdisziplinäres Forschungsfeld gewachsen ist, steht sie in einem grundlegenden Spannungsverhältnis zu den disziplinär organisierten Strukturen des wissenschaftlichen Bibliothekswesens und der Forschungsinfrastrukturen. Der FID Gender wurde ins Leben gerufen, um die daraus resultierende Lücke in der Informationsversorgung zu adressieren. Sein primäres Ziel besteht darin, eine zentrale Forschungsinfrastruktur zu etablieren, die den spezifischen Anforderungen des inter- und transdisziplinären Feldes der Geschlechterforschung/ Gender Studies gerecht wird. | ||
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==Medien finden und nutzen: Informationsdienste== | ==Medien finden und nutzen: Informationsdienste== | ||
Der FID Gender befasst sich mit drei zentralen Bereichen der Literaturversorgung in der Geschlechterforschung: | Der FID Gender befasst sich mit drei zentralen Bereichen der Literaturversorgung in der Geschlechterforschung: | ||
* Ausbau des Such- und Nachweisraums: Der i.d.a.-Dachverband vereint die Bestände der Verbandsmitglieder in einem Index, der über den META-Katalog durchsuchbar ist. Der | * Ausbau des Such- und Nachweisraums: Der i.d.a.-Dachverband vereint die Bestände der Verbandsmitglieder in einem Index, der über den [https://www.meta-katalog.eu/ META-Katalog] durchsuchbar ist. Der Index wird angereichert mit Datensätzen, die darüber hinaus für die Geschlechterforschung relevant sind. Darunter Bestände u.a. aus Verbundkatalogen, Datenbanken und Fachzeitschriften sowie perspektivisch auch aus europäischen Archiven. Der angereicherte Index wird im neuen FID-Gender-Index durchsuchbar gemacht. | ||
* Aufbau fachspezifischer Erschließungsinstrumente: Zur Verbesserung der Auffindbarkeit von Literatur werden geschlechtersensible und queere Erschließungsstandards etabliert. Dies umfasst die Weiterentwicklung der Regensburger Verbundklassifikation (RVK) sowie die Anpassung der Sachschlagwörter der Gemeinsamen Normdatei (GND). | * Aufbau fachspezifischer Erschließungsinstrumente: Zur Verbesserung der Auffindbarkeit von Literatur werden geschlechtersensible und queere Erschließungsstandards etabliert. Dies umfasst die Weiterentwicklung der Regensburger Verbundklassifikation (RVK) sowie die Anpassung der Sachschlagwörter der Gemeinsamen Normdatei (GND). | ||
* Bedarfsorientierte Literaturversorgung: Bereitstellung von Literatur on-demand, einschließlich Digitalisaten, sowie Zugang per Fernleihe. | * Bedarfsorientierte Literaturversorgung: Bereitstellung von Literatur on-demand, einschließlich Digitalisaten, sowie Zugang per Fernleihe. | ||
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==Kooperationen== | ==Kooperationen== | ||
Der FID Gender kooperiert mit dem i.d.a.-Dachverband. Ziel dieser Partnerschaft ist die technische und | Der FID Gender kooperiert mit dem i.d.a.-Dachverband. Ziel dieser Partnerschaft ist die technische, konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklung gemeinsamer Informationsinfrastrukturen. Darüber hinaus kooperiert der FID mit anderen FIDs, der Fachgesellschaft Geschlechterstudien und den für die Geschlechterforschung einschlägigen Sektionen, Arbeitsgruppen und Kommissionen weiterer Fachgesellschaften. | ||
Aktuelle Version vom 14. Juli 2026, 09:58 Uhr
- Partnerinstitutionen
- Margherita-von-Brentano-Zentrum (MVBZ)
Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG)
Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft (CEWS)
Forschungsdatenzentrum Qualiservice
i.d.a. - Dachverband
- Ansprechpartner*innen
- Kathrin Ganz (MvBZ)
Simon Schmiederer (UB Humboldt)
- Katalog
- Bald verfügbar
- Portal
- Bald verfügbar
- Weblog
- Bald verfügbar
- Informationsdienste
- Bald verfügbar
- Erwerbungsvorschlag
- Bald verfügbar
- Infomaterial
- Bald verfügbar
- Verwandte FIDs
- Soziologie
Sozial-_und_Kulturanthropologie
Politikwissenschaft
Allgemeine Informationen
Der Fachinformationsdienst Geschlechterforschung/ Gender Studies (FID Gender) wurde im Juli 2025 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt und wird von folgenden Institutionen und wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen der Geschlechterforschung getragen:
- Margherita-von-Brentano-Zentrum (MVBZ) (Freie Universität Berlin)
- Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) (Humboldt-Universität zu Berlin)
- Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin
- Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft (CEWS) bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (Köln)
- Forschungsdatenzentrum Qualiservice (Universität Bremen)
- In Kooperation mit dem Dachverband Lesben- und Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Italien (i.d.a.)
Da die Geschlechterforschung historisch als interdisziplinäres Forschungsfeld gewachsen ist, steht sie in einem grundlegenden Spannungsverhältnis zu den disziplinär organisierten Strukturen des wissenschaftlichen Bibliothekswesens und der Forschungsinfrastrukturen. Der FID Gender wurde ins Leben gerufen, um die daraus resultierende Lücke in der Informationsversorgung zu adressieren. Sein primäres Ziel besteht darin, eine zentrale Forschungsinfrastruktur zu etablieren, die den spezifischen Anforderungen des inter- und transdisziplinären Feldes der Geschlechterforschung/ Gender Studies gerecht wird. Als zentrales Element wird im Laufe des Jahres 2026 ein Portal für den FID entwickelt und eingeführt. Dieses dient als Anlaufstelle für die Angebote und Services des FID.
Welche Themen und Fachgebiete werden abgedeckt?
Der FID Gender richtet sich sowohl an Forschende, die ihre Arbeit explizit im inter- und transdisziplinären Feld der Gender Studies verorten, als auch an Wissenschaftler*innen, die in ihrem Fach Geschlechterforschung betreiben. Darüber hinaus wendet sich das Angebot an alle Forschenden, die die Geschlechterdimension als integralen Bestandteil ihrer Forschung berücksichtigen möchten. Zu den zentralen Fachgebieten zählen insbesondere:
- Gender Studies
- Geschlechterforschung in den Sozial- und Geisteswissenschaften
- Geschlechterforschung in den Life Sciences
- Geschlechterforschung in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)
Welche Medien werden berücksichtigt?
Der Fachinformationsdienst unterstützt Forscher*innen bei der Beschaffung nicht verfügbarer internationaler Fachliteratur und bietet dazu folgende Services an:
- internationale Fachliteratur wird auf Wunsch als Direktausleihe an den Arbeitsplatz oder an die Privatadresse zugeschickt (Service ist im Aufbau)
- Wissenschaftler*innen in einer Qualifizierungsphase können sich einen Forschungsapparat zusammenstellen, den sie über einen längeren Zeitraum nutzen können (Service ist im Aufbau)
- Lizenzierung von Zeitschriften, Datenbanken und E-Books
Medien finden und nutzen: Informationsdienste
Der FID Gender befasst sich mit drei zentralen Bereichen der Literaturversorgung in der Geschlechterforschung:
- Ausbau des Such- und Nachweisraums: Der i.d.a.-Dachverband vereint die Bestände der Verbandsmitglieder in einem Index, der über den META-Katalog durchsuchbar ist. Der Index wird angereichert mit Datensätzen, die darüber hinaus für die Geschlechterforschung relevant sind. Darunter Bestände u.a. aus Verbundkatalogen, Datenbanken und Fachzeitschriften sowie perspektivisch auch aus europäischen Archiven. Der angereicherte Index wird im neuen FID-Gender-Index durchsuchbar gemacht.
- Aufbau fachspezifischer Erschließungsinstrumente: Zur Verbesserung der Auffindbarkeit von Literatur werden geschlechtersensible und queere Erschließungsstandards etabliert. Dies umfasst die Weiterentwicklung der Regensburger Verbundklassifikation (RVK) sowie die Anpassung der Sachschlagwörter der Gemeinsamen Normdatei (GND).
- Bedarfsorientierte Literaturversorgung: Bereitstellung von Literatur on-demand, einschließlich Digitalisaten, sowie Zugang per Fernleihe.
FID-Lizenzen
Der FID lizenziert ausländische wissenschaftliche Zeitschriften und Datenbanken, die bisher in Deutschland nicht verfügbar sind, sowie E-Books für den Spezialbedarf.
Weitere Dienste und Projekte
Open Access
Die Weiterentwicklung des Open-Access-Publizierens wird durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen für verschiedene Akteur*innen vorangetrieben:
- Für Autor*innen: Informationsangebote und Webinare inklusive einer systematischen Übersicht möglicher Publikationsorte.
- Für Herausgeber*innen: Bedarfsanalyse und Workshops zur Identifizierung spezifischer Schritte der Open-Access-Transformation.
- Integration des GenderOpen-Repositoriums in das FID-Angebot sowie Beratung zur Zweitveröffentlichung mit GenderOpen.
Forschungsdatenmanagement (FDM)
Im Bereich der Organisation, Archivierung, Weitergabe und Nachnutzung von quantitativen und qualitativen Forschungsdaten werden folgende Inhalte und Services entwickelt:
- Information, Beratung und Training zum Management von Forschungsdaten
- Übersicht zu bestehenden Forschungsinfrastrukturen
- Identifikation und Verbesserung der Auffindbarkeit von Datenbeständen mit Gender-Bezug in bereits existierenden Repositorien
Kooperationen
Der FID Gender kooperiert mit dem i.d.a.-Dachverband. Ziel dieser Partnerschaft ist die technische, konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklung gemeinsamer Informationsinfrastrukturen. Darüber hinaus kooperiert der FID mit anderen FIDs, der Fachgesellschaft Geschlechterstudien und den für die Geschlechterforschung einschlägigen Sektionen, Arbeitsgruppen und Kommissionen weiterer Fachgesellschaften.